Album der Woche: Milky Oaks - Howl

– 10.03.2014 –

cover

Aus Berlin kommt ein Album, dessen Herkunft man viel eher in den entlegensten Winkeln der Welt vermuten würde. Und irgendwie ist dem auch so: Mighty Oaks ist eine Band bestehend aus drei jungen Männern, die zwar alle in Berlin ansässig sind, jedoch auch aus drei verschiedenen Ländern (USA, UK, Italien) in die pulsierende Hauptstadt gefunden haben. Auf ihrem Debütalbum "Howl" präsentieren sich die drei als ganz und gar optimistische Weltenbummler. Und so ist auch ihr Sound angehaucht von einem Flair, das so viel Fernweh verursacht, dass man sich wünscht es wäre doch schon Sommer, das Auto stände vollgetankt und bis zum Anschlag bepackt in der Einfahrt und warte nur darauf endlich gen Abenteuer losgesteuert zu werden.
Bereits der erste Track "Brothers" verursach Gänsehaut. Der Rest des Albums steht diesem epochalem Eingang in nichts nach. Beinahe jeder Song ist ein Juwel, das die Komposition der Platte bereichert und auch immer mal wieder melancholische Töne anklingen lässt ("When I Dream, I See"), die Lebenslust jedoch nie aus den Augen verliert. Bestes Beispiel ist der Song "Just One Day", der getragen und energisch zugleich klingt. Dass das Album bei aller Großspurigkeit doch ganz und gar Bodenständig klingt ist nicht selbstverständlich und zeugt von der Passion, die die drei Musiker in ihre Songs legen.
Der Soundtrack zum Pferde stehlen - um mal ganz tief in die Klischee- und Plattitüden- kiste zu greifen.